Prof. Bindenagel`s Rede zum 5. Deutsch-Amerikanischen Wirtschaftstag

http://agauchepourdevrai.fr/?fuier=les-sites-de-rencontre-gratuit-en-france-2015&3cb=9f cisgbonn Allgemein, Neuigkeiten, Reden, Veranstaltungen, Veranstaltungen 2018

follow site Am 21. Juni 2018 trafen sich Vertreter aus Wirtschaft und Politik in Stuttgart zum fünften Deutsch-Amerikanischen Wirtschaftstag. Die von den Deutsch-Amerikanischen Handelskammern (AHK USA) und der IHK Stuttgart organisierte Veranstaltung richtete sich an deutsche Unternehmer, die Wirtschaftsbeziehungen zu den USA aus- oder aufbauen möchten. Das Panel drehte sich um Möglichkeiten und Grenzen des täglichen Geschäfts und hatte zum Ziel, Ideen und Strategien zu entwickeln, um die ökonomischen Beziehungen zwischen beiden Staaten zu verbessern.

source Unter den Diskutanten war auch Professor James D. Bindenagel, der mit seiner langjährigen Erfahrung als ehemaliger US-Botschafter in Deutschland wichtige Perspektiven zu den transatlantischen Beziehungen einbringen konnte.

anyoption erfahrung Prof. Bindenagel mit Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (rechts) und Daniel Andrich (links)

follow url Im Folgenden finden Sie seine Rede zur Zukunft der transatlantischen Beziehungen:

nederlandse binaire opties brokers  

http://laprovence.sk/familjarnosty/3162 Meine Damen und Herrn!

watch Die Vereinigten Staaten sind seit langem eine mächtige Nation, wie Paul Krugman in dem New York Times Essay “Fall of The American Empire”. “Um genau zu sein, entwickelte Amerika nach dem Zweiten Weltkrieg eine ökonomische und militärische Dominanz, die die Welt seit der Blütezeit des Römischen Reiches nicht gesehen hat. Aber unsere globale Rolle hat sich nicht auf Geld und Waffen beschränkt. Es ging auch um Ideale: Amerika stand für etwas Größeres als es selbst: Für Freiheit, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit als universelle Prinzipien. Die Werte Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die Achtung der Menschenwürde sind das Band der transatlantischen Beziehung.”

 

source Präsident Steinmeier sagte am Montag in Kalifornien zu den transatlantischen Beziehungen: „Welche Gesellschaftsform wäre besser geeignet für ‚die Schwierigkeit und den Adel‘, für die Herausforderung und das Abenteuer des Menschseins als die unsere – eine freie und demokratische Gesellschaft! Das Ringen um Demokratie, das Ringen um eine freie und offene Gesellschaft ist das, was uns, die Vereinigten Staaten und Deutschland, auch weiterhin verbinden wird.“

http://agauchepourdevrai.fr/?fuier=rencontre-d%27homme-riche&6fc=04  

http://laprovence.sk/familjarnosty/4109 Schwierige Zeiten kamen mit der Wahl Trumps und seine offenkundige Geringschätzung für die politische Ordnung und das ausbleibende Bekenntnis zu internationalen Institutionen, Loyalitäten und Allianzen, was weltweit erhebliche Unsicherheiten hervorgerufen hat. Allerdings ist Trump transparent und konstant, wie sein Brief von 1987 in der NY Times zeigt. Wie soll man Trump begegnen?

 

o Kritiker nehmen Trump nicht beim Wort; nur Ernst;

o Sein Befürworter nehmen Trump nicht Ernst, sondern nur bei seinem Wort.

 

Seit Trump nach seinem Amtsantritt damit begonnen hat, seine zum Teil radikalen Versprechen in die Tat umzusetzen, ruft dies weltweit zunehmend konsternierte bis entsetzte Reaktionen hervor – in den USA selbst und zum Teil sogar bei großen Teilen seiner eigenen Partei. Donald Trump hat gezeigt, dass er kein „Deal maker“ ist – sondern ein „Deal breaker“.

 

Seine Angriffe auf die internationale Ordnung, Abkommen und auf globale Institutionen bis hin zur VN verdeutlichen, dass seine Strategie der „America First“-Politik keine Kompromisse kennt.  Aber, Trump´s Zerstörungsfeldzug bietet die Möglichkeit der Innovation, wenn sie einer Strategie unterliegt.  Während es viele im Westen bei Beschwerden und Belegungen über China belassen haben, war es Trump, der Initiative ergriffen hat. Die Strafzölle der Trump-Administration gegen Europa sind offenkundig illegal und Europa hat dies zurecht nicht auf sich sitzen lassen. Europa sollte anfangen zu verstehen, was für Trump´s Ärger verantwortlich ist und mit Washington kooperieren, um die Ungleichgewichte des Systems auszugleichen.

 

Wie Jochen Bittner in der New York Times argumentiert, „gibt es keine Alternative. Und die Aussichten auf Erfolg stehen gut, wenn Europa dem US-Präsidenten in seiner Geschäftslogik begegnet: Er muss davon überzeugt werden, dass ihm ein guter Deal vorgesetzt wird.”

 

Wie wir bei den Besuchen von Macron und Merkel in Washington oder beim G-7 Gipfel, ist es nahezu unmöglich, Trump zum Einlenken in den wichtigsten außenpolitischen Fragen zu bewegen – von einer Rückkehr zum Pariser Klimaabkommen, dem Verbleib im Iran-Deal, einem Bekenntnis zu Artikel 5 des NATO-Vertrages, den Nordstream 2 Gas Vertrag, und einen dauerhaften Verzicht auf Zölle für Aluminium und Stahl für Europa. Diese Fragen werden darüber bestimmen, wie sich die transatlantische Partnerschaft zukünftig weiterentwickelt.

 

Mit dem Rückzug aus dem Iranabkommen steigt die Wahrscheinlichkeit eines Krieges im Nahen Osten, Europas Nachbarschaft wird unsicherer – und die Amerikaner werden wahrscheinlich abwesend sein. Merkels Aussage, Europa müsse sein Schicksal selbst in die Hand nehmen, wird zunehmend drängender.

 

Während der Präsident seine Politik als überfällige Rückkehr zum Fokus auf nationale Interessen interpretiert, betrachten amerikanische Partner rund um den Globus die Präsidentschaft Trumps als eine globale Krise, deren ganzes Ausmaß und langfristige Folgen sich derzeit höchstens erahnen lassen.

 

Das konnte jüngst erst wieder bei der Einführung von Strafzöllen auf Aluminium und Stahl beobachtet werden, die die etablierte geopolitische Verhaltensnormen und fundamentale Prinzipien der Nachkriegspolitik aus den Angeln heben und sich bis zu einem globalen Handelskrieg ausweiten könnten. Das sollte die Europäer jedoch nicht daran hindern, sich weiterhin für konstruktive Verhandlungen einzusetzen. Trump’s unberechenbare Krise ist auch Katalyst. Wie Chicago’s Bürgermeister Rahm Emanuel oft sagt: “Never let a good crisis go to waste.”

 

Man ist gut beraten von Peter Chase, German Marshall Fund, dass Europa hinsichtlich der Strafzölle darauf beharren sollte, dass dieser Schritt eine wenig gerechtfertigte Schutzmaßnahme ist (die Welthandelsorganisation hat geregelt, dass ernsthafte Schäden für eine Industrie durch einen Anstieg an Importen verhindert werden muss). Dies erlaubt der EU bestimmte Schritte einzuleiten, falls sich die USA nicht an die Sicherheitsprozeduren der WTO hält.

 

Sollte die USA daraufhin andere Maßnahmen ergreifen, sollte die EU zur Streitschlichtung bereit sein, denn eine mögliche Niederlage könnte einen Präzedenzfall für die Nichteinhaltung der WTO-Regeln aufgrund selbstbeurteilter Sicherheitsbedenken für andere Nationen schaffen. Ja, es ist fragwürdig, ob Argumente gegen die unklugen Strafzölle den Präsidenten umstimmen werden. Aber falls die Welt zusammen dagegen hält, besteht doch die Möglichkeit, dass er überzeugt wird.

 

Bezüglich des Iran Nuklearwaffen-Abkommens benötigt die EU eine Strategie. Die EU könnte einen diplomatischen Prozess initiieren, dem es gelingt, die Nichtverbreitung von Nuklearwaffen im Nahen Osten aufrechtzuerhalten, neue Kriege zu verhindern und die Ausbreitung von Terrorismus und Flüchtlingskrisen einzudämmen.

 

Die vollständige Neuverhandlung des Joint Comprehensive Plan of Action Deals des iranischen Nuklearprogramms ist ausgeschlossen. Konsequent hat die EU auf Vorschlag Emmanuel Macrons zusätzlich zum Nuklearabkommen mit dem iranischen Außenminister Mohammad Dschawad Sarif weitere Verhandlungen aufgenommen, um Lösungen für das iranische Raketenentwicklungsprogramm sowie die militärische Expansion in den Irak, Jemen, Libanon und Syrien zu finden.

 

Der von Macron im Mai vorgelegte Vorschlag als Antwort auf Trumps Bedenken am bisherigen Iranabkommen umfasst außerdem eine Liste von Personen und Einrichtungen, die etwa wegen ihrer Unterstützung von Terrorismus und des Assad-Regimes anvisiert werden sollen. Problematisch ist hier freilich, dass Trump bisher nicht an einer Verlängerung des Abkommens interessiert zu sein scheint.

 

Allerdings hat Amerika in all den Jahren der transatlantische Beziehungen, wenn irgendetwas, dann Resilienz gezeigt. Trotz Trump’s Abkehr vom Pariser Klimaabkommen werden die amerikanischen Bundesländer, Städte, und die Wirtschaft hier weiter eine globale Rolle spielen. Über ein Netzwerk von mehr als 2,580 Bürgermeistern, Ministerpräsidenten-innen, CEOs, und Universität Rektoren/innen unter “We Are Still In” wird Amerika seine Klimaziele erreichen. Nach Trump wird kein Status Quo ante. Was danach kommt, ist aus dieser Krise zu formulieren.

 

BDI Präsident Dieter Kempf hat die Bundesregierung zu mehr Mut in Europa aufgefordert: „Die innere Einheit Europas steht unter massivem Druck. Deutschland und Frankreich müssen jetzt unbedingt gemeinsam vorangehen und sich für eine starke und souveräne EU einsetzen.“

 

Wie Minister President Kretschamen die Autobranche zur strategische Vorausschau ruft, so ist nun auch Deutschland, und damit meine ich auch die Wirtschaft, aufgefordert, mit Frankreich und anderen, Europa zu führen. Damit dies gelingt, benötigt das Land eine mutige, strategische Vision, um Demokratie, Frieden und Wohlstand in und mit Europa zu erhalten. Deutschland braucht jetzt eine Sicherheitspolitik, die eine europäische Sicherheitspolitik und die transatlantische Beziehung unterstützt.