Veranstaltungsankündigung
Zeitenwende? Zukunft und Wandel der deutschen Außenpolitik
11. Juli 2017

11. Juli 2017
18-20 Uhr (c.t.)
Festsaal, Hauptgebäude der Universität Bonn
Regina-Pacis-Weg 3, 53113 Bonn

Wie kann Deutschland als Land in der Mitte Europas einerseits das allmähliche Auseinanderbrechen der Europäischen Union durch Reforminitiativen umkehren, andererseits europäische Werte gegenüber einem aggressiven Russland verteidigen und gleichzeitig die Fundamente der transatlantischen Partnerschaft erhalten? Welche Rolle werden die zentralen Komponenten deutscher Außen- und Sicherheitspolitik in Zukunft spielen? Wie wird Deutschlands Rolle innerhalb kollektiver Sicherheitsstrukturen in Zukunft aussehen? Welche Bedeutung kommt der transatlantischen Partnerschaft als traditionellem Eckpfeiler deutscher Sicherheit heute noch zu?

Dr. Rolf Mützenich
Stellv. Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion für die Bereiche Außenpolitik, Verteidigung und Menschenrechte

Jürgen Hardt
Koordinator für die Transatlantische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt und außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Moderation:
Dr. Anna Sauerbrey
Abteilungsleiterin Meinung/Causa, Der Tagesspiegel


Report „Adapting to a Changing World Order: The European Security Order and Germany’s Role in it“

On June 12, 2017, key security experts discussed the implications of a changing world order for the European Security Structure and for Germany’s role in particular. Dr. Karl-Heinz Kamp, President of the Federal Academy for Security Policy, Professor Gale Mattox, Professor of Political Science at the U.S. Naval Academy and Professor Karl Kaiser, Senior Associate at the Weatherhead Center for International Affairs – Harvard Kennedy School joined the panel to discuss the opportunities and threats facing Germany today and in the future.


CISG-Veranstaltungsreihe im Sommersemester 2017
„Perspektiven deutscher Außen- und Sicherheitspolitik“

Internationale Sicherheitspolitik ist heute geprägt von der wachsenden Komplexität zwischenstaatlicher Beziehungen, transnationaler Zusammenhänge und globaler Risiken. Im Spannungsfeld von internationaler Verantwortung und nationalem Interesse steht so auch Deutschland vor der Aufgabe, eine außen- und sicherheitspolitische Strategie zu finden, die den vielfältigen Problemen des 21. Jahrhunderts gerecht wird. Die Veranstaltungssreihe „Perspektiven deutscher Außen- und Sicherheitspolitik“ des Center for International Security and Governance thematisiert im Sommersemester 2017 im Rahmen von insgesamt vier Diskussionsveranstaltungen die Chancen und Herausforderungen für die Weiterentwicklung deutscher Politik in einer Welt im Wandel.


Termine auf einen Blick:

Das Ende einer Ära? Geschichte und Zukunft der transatlantischen Beziehungen
24. April 2017,  18:00-20:00 Uhr (c.t.), Festsaal der Universität Bonn, Regina-Pacis-Weg 3, 53113 Bonn

From the ‚End of History‘ back to ‚Square One‘: Redefining Europe under Global Uncertainty
VERSCHOBEN, Festsaal der Universität Bonn, Regina-Pacis-Weg 3, 53113 Bonn

Adapting to a Changing World Order: The European Security Structure and Germany’s Role in it
12. Juni 2017, 18:00-20:00 Uhr (c.t.), University Forum Bonn, Heussallee 18-24, 53113 Bonn

Zeitenwende? Zukunft und Wandel deutscher Außenpolitik
11. Juli 2017, 18:00-20:00 Uhr (c.t.), Festsaal der Universität Bonn, Regina-Pacis-Weg 3, 53113 Bonn

***Wir bitten um vorherige Anmeldung unter: cisg-veranstaltungen@uni-bonn.de***


Trump und die multipolare Welt
von Dr. Hans-Dieter Heumann

©Ninian Reid/@flickr

Trumps Aufkündigung des Pariser Klimaabkommens und seine Besuche in Saudi Arabien und Europa legen die Kräfteverschiebungen der internationalen Ordnung offen. Hans-Dieter Heumman fasst die wichtigsten Eckpunkte dieser Entwicklung zusammen:

 

 


US-Withdrawal from Paris Agreement weakens rules-based international order

US President Trump’s decision to withdraw from the Paris Agreement is not only a devastating blow to the efforts of the world community to combat climate change, it is also an attack on the rules-based international system.

Multiple countries around the world were able to agree on common goals and also on a clear set of rules to keep the increase in the global average temperature well below 2 ° and to increase climate resilience and the ability to adapt to the adverse impacts of climate change.

Even though these commitments were voluntary and every nation is free to choose their own speed and ways to achieve those goals, the crafting of the decision itself was a major step forward to forming a global society that works together to tackle a problem that no nation can solve on its own. It was possible to commit China, India and other nations that had previously insisted on their right to burn unlimited carbon until their economies caught up to the developed world to an agreement that is only in part in their national interest. The European-Chinese agreement to take a leading role in the implementation of the Paris Agreement, fortunately, shows that these norms of multilateral action for the preservation of public goods have been internalized across the globe over the past years.

Most countries will continue to implement the goals set out in the Paris Agreement, even the United States. But Trump’s decision once more weakens the principles of liberal world order and fosters the sentiment of „my nation first“.

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Watch also:
CISG-Director, Hans-Dieter Heumann’s remarks on the US-withdrawal from the Paris Agreement.


USS Carl Vinson raises risk of Kim’s miscalculation
Interview with Prof. James D. Bindenagel in The Korean Times

The dispatch of the United States aircraft carrier the USS Carl Vinson will raise the risks of North Korean leader Kim Jong-un’s miscalculation of threats to his regime, Prof. James D. Bindenagel warned in an interview with The Korean Times. „The dispatch draws a red line with unpredictable results, which  could lead to a military conflict.“

 

 


Bericht: Das Ende einer Ära? Geschichte und Zukunft der transatlantischen Beziehungen
Diskussionsveranstaltung am 24. April 2017

Am 24. April 2017 fand die Auftaktveranstaltung „Das Ende einer Ära? Geschichte und Zukunft der transatlantischen Beziehungen“ der Veranstaltungsreihe „Perspektiven deutscher Außen- und Sicherheitspolitik“ des Center for International Security and Governance (CISG) im Sommersemester 2017 statt. Als Referenten konnten Dr. Wolfgang Schüssel, ehemaliger Bundeskanzler Österreichs und Vorsitzender des Kuratoriums der Konrad-Adenauer-Stiftung und Thomas Kleine-Brockhoff, Leiter des Berliner Büros des German Marshall Fund of the United States sowie als Moderator Patrick Leusch, Leiter des Global Media Forums der Deutschen Welle begrüßt werden.


„Merkel bei Trump: eine Bilanz“
Interview mit Prof. James Bindenagel im WDR5 Morgenecho

Das erste Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit US-Präsident Donald Trump am vergangenen Freitag verlief nicht ohne Nebengeräusche, auch wenn beide die Wichtigkeit der transatlantischen Beziehungen betonten. Am Morgen danach stellte sich Professor James Bindenagel, der Leiter des CISG, den Fragen des WDR5 Morgenechos.

Hier können Sie sich das Interview anhören:


„To a better Future? Chancellor Merkel´s Meeting with U.S. President Trump“
von James D. Bindenagel

Conflicts in the U.S.-German relationship over the last 67 years are legendary from the chicken wars of the 1960’s to the deployment of nuclear missiles in the 1980’s.  However, these fights were about policy and whether the American policy stood to protect Germany or endangered the country.  Common commitments to a set of values define each country.


„Der Anfang vom Ende der liberalen Weltordnung?“
von James D. Bindenagel

Sir Winston Churchill hat einst gesagt: „Man kann sich immer darauf verlassen, dass die Amerikaner das Richtige tun, nachdem sie alles andere ausprobiert haben.“ Mit der Wahl Donald Trumps haben die Amerikaner wirklich alles ausprobiert. Warum Deutschland und Europa nun mehr tun müssen – zu diesem Thema hat Professor Bindenagel einen kurzen Artikel für United Europe verfasst.


Podiumsgespräch vom 17.02.2017: „Das Gemeinsame Haus Europa – verspielt?“ im Rahmen der Münchener Sicherheitskonferenz
mit Professor James D. Bindenagel


Gemeinsam mit dem Journalisten Christian Wehrschütz sowie Professor Günter Meyer der Gutenberg Universität Mainz, nahm Professor Bindenagel im Rahmen der Münchener Sicherheitspolitik am 17.02.2017 an dem Podiumsgespräch „Das Gemeinsame Haus Europa – verspielt?“ teil. Gemeinsam mit den beiden anderen Teilnehmern diskutierte Professor Bindenagel im Rahmen der Tagungsreihe zur Denkschrift „In den Krisen unserer Zeit“ die zukünftigen Entwicklungen Europas. Bindenagel betonte, dass der Aufstieg von Nationalismus und Populismus den multilateralen, Zusammenarbeit unterstreichenden Internationalismus herausfordert. Die liberale Weltordnung ist durch multipolare Geopolitik unter Druck geraten, die verstärkten Zuspruch erfährt und für Konkurrenz und Konflikte sorgt. Sein Appell lautete, die verschiedenen Narrative und unterschiedlichen Sichtweisen auf die Entwicklung der europäischen Friedensordnung miteinander zu teilen und zu diskutieren, um zusammen den Frieden in Europa mitzugestalten. Es gilt gemeinsam Wege zu finden, wie Europa seinen Prinzipien treu bleiben und gleichzeitig auf die neuen Realitäten des 21. Jahrhunderts reagieren kann.


Abendforum der Evangelischen Akademie zu Berlin vom 14.02.2017: „Ein Sieg für den Weltfrieden? Transatlantische Beziehungen unter der neuen US-Präsidentschaft“

Am 14.02.2017 war Professor Bindenagel zu Gast bei der Evangelischen Akademie zu Berlin um über Herausforderungen und Perspektiven für die transatlantischen Beziehungen unter Präsident Donald Trump zu diskutieren. Er betonte, dass der neue US-Präsident denke, dass Amerika sich in der Welt aufreibt, indem es sich zu viel um die Probleme anderer kümmert. Trumps Meinung nach ist für die politische, wirtschaftliche und militärische Stärkung anderer Nationen ausgegebenes Geld verschwendet. Diese Aussagen und Absichten Donald Trumps haben das Vertrauen der Europäer in die amerikanische Führung erschüttert. Als Konsequenz wird Europa stärker an der auf gemeinsamen Werten basierenden transatlantischen Partnerschaft arbeiten müssen, indem es mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernimmt, sich gegen den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien wehrt und weiter für den freien und fairen Handel eintritt.


Kommentar: „Schicksalsjahr Europas“
von Hans-Dieter Heumann


Die liberale Weltordnung sieht sich einem fundamentalen Wandel ausgesetzt. Es finden massive Kräfteverschiebungen statt, hin zu einem multipolaren Staatensystem. Vor diesem und vor dem Hintergrund der anstehenden Münchener Sicherheitsheitskonferenz erklärt Botschafter a.D. Hans-Dieter Heumann, assoziiertes Mitglied des CISG-Direktoriums, in seinem Kommentar warum 2017 das Schicksalsjahr Europas ist.


Commentary on the upcoming Munich Security Conference 2017
by James D. Bindenagel

On February 17-19, 2017, once more, senior decision-makers and high-ranking security experts from around the world come together at the annual Munich Security Conference 2017.  It convenes at a time of great uncertainty and change since the world is less stable and more uncertain than it has been for years. Conflicts and crises rage across Europe, the Middle East, and Asia from the Ukraine and Syria to ISIL, and in the South China Sea. The rise of populism in Europe, the UK, and the United States has become a stress test for democracy and European integration.  The participants in Munich will see the strength of the rule of law challenged by the strength of power.

Prof. James D. Bindenagel summarizes the most important issues that will be discussed at the MSC 2017 and draws a picture of the challenges facing the world.


First Security Forum at CISG in Bonn, Germany
on November 21, 2016

The United States (U.S.) presidential election marks a turning point in U.S. security policy. On November 21, 2016, the Center for International Security and Governance (CISG) in cooperation with the American Institute for Contemporary German Studies of the Johns Hopkins University Washington D.C. (AICGS) hosted the Bonn Security Forum to provide a platform for expert discussion over the future of U.S. foreign and security policy as well as Germany’s role in conflict prevention, management and resolution.

After a campaign marked by isolationist statements and strong skepticism of Euro-Atlantic security cooperation, Trump’s election has sparked uncertainty and anxiety over the future of U.S. global engagement. How will international responsibility for the resolution of violent conflict in the Middle East and Eastern Europe be shared in the future? And how can global security problems such as energy scarcity, climate change, cyber risks and migration be managed jointly under conditions of growing unilateralism and resurgent nationalism in Europe and the U.S.? Policy practitioners and academic experts discussed these topics and the future of transatlantic relations with a special focus on Germany’s role in a day-long forum with high-profile panels.


Report: „Brexit – keep calm and carry on?“
Discussion event on January 30, 2017


The panel discussion moderated by Deutsche Welle journalist Zulfikar Abbany on the topic of “Brexit – Keep calm and carry on?” was the final session of the lecture series “International Security in the 21st Century” organized by the Center for International Security and Governance (CISG) in Bonn. Today’s event was hosted in cooperation with the Center of European Economic Law of Bonn University.

The implications of Brexit were addressed in a keynote speech by Sir Peter Torry (former UK ambassador to Germany and Spain) and then debated in a lively discussion by an expert panel consisting of Dr. Barbara Lippert (Director of Research at the Stiftung Wissenschaft und Politik), Josef Janning (Head of European Council on Foreign Affairs, Berlin Office) and Axel Voss (member of the European Parliament).


Bericht: „Präsident Trump?! Wohin steuert die Weltmacht?“
Diskussionsveranstaltung am 24. Januar 2017


Am Dienstag, den 24. Januar 2017, luden das Center for International Security and Governance (CISG) und die Bonner Akademie für Praktische Politik (BAPP) zur Diskussionsveranstaltung „Präsident Trump?! Wohin steuert die Weltmacht?“.

Als Podiumsgäste waren Dr. Klaus Scharioth, Botschafter a.D. und Rektor des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben, Ralph Freund, Vizepräsident des Republican Overseas Germany e. V. und Matthew Karnitschnig, Politico-Chefkorrespondent für Europa, geladen. Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Anja Bröker, Journalistin und Moderatorin beim Westdeutschen Rundfunk.


Bericht: „Die Bedeutung der Menschenrechte und der ‚Angstpolitik‘ für die menschliche Sicherheit“
Vortrag von Wenzel Michalski am 23. Januar 2017


Die vorletzte Veranstaltung der Ringvorlesung „Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert“ des CISG zu der Thematik „Die Bedeutung der Menschenrechte und der ‚Angstpolitik‘ für die menschliche Sicherheit“ fand am 23. Januar 2017 statt. Als Referent durften wir Herrn Wenzel Michalski, Direktor von Human Rights Watch Deutschland, begrüßen. In seinem Vortrag betonte er die Wichtigkeit der Menschenrechte in Zeiten wachsenden Populismus.

Professor James D. Bindenagel sprach in seiner Begrüßungsrede über den aufkommenden Populismus und wie dieser die Wahrung der Menschenrechte bedrohe. Es sei wichtig, die Menschenrechte global durchzusetzen… 


Ringvorlesung: „Migration und Flüchtlinge“
Vortrag von Dr. Esther Meininghaus am 16. Januar 2017


Die vierte Veranstaltung der Ringvorlesung „Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert“ des CISG zum Thema „Migration und Flüchtlinge“  fand am 16. Januar 2016 statt. Für den Vortrag konnte Frau Dr. Esther Meininghaus, Senior Researcher am Bonn International Center for Conversion, gewonnen werden. Anschaulich und detailliert legte Sie das Konzept einer nachhaltigen Sicherheitspolitik am Beispiel des Syrien-Konflikts dar.

Zu Beginn begrüßte Professor James D. Bindenagel die Zuhörer und sprach über die tiefe Angst, die Teile der deutschen Bevölkerung beim Thema Migration hätten. Genährt durch Vorurteile gegenüber anderen Ethnien und bestärkt durch terroristische Anschläge, entstehe eine Angst, die gegen die realen Gefahren ausgespielt werde…


Ringvorlesung: „Herausforderungen für das Moderne Völkerrecht“
Vortrag von Prof. Dr. Matthias Herdegen am 12. Dezember 2016


Die dritte Veranstaltung der Ringvorlesung „Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert“ fand am 12. Dezember unter dem Titel „Herausforderungen für das moderne Völkerrecht“ statt. Hierbei referierte der Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und des Instituts für Völkerrecht an der Universität Bonn, Prof. Dr. DDr. h.c. Matthias Herdegen über neue Möglichkeiten, das Völkerrecht an die Herausforderderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen.

Der Leiter des CISG der Universität Bonn, Professor James D. Bindenagel, begrüßte die anwesenden Gäste und sprach einleitende Worte über die Notwendigkeit der Stärkung des internationalen Rechts, insbesondere in Zeiten globaler politischer Herausforderungen. Er zeigte sich besorgt, dass die heutigen politischen Führer zu oft auf „das Recht des Stärkeren anstatt auf die Stärke des Rechts“ gesetzt hätten.


Prof. James D. Bindenagel beim Forum „Transatlantische Wirtschaft“
Prof. James D. Bindenagel

Prof. James D. Bindenagel

Der gewählte neue Präsident der USA müsse nun die Leitlinien für die künftige US-Politik festlegen und dabei auch bei der Gestaltung der internationalen Handelspolitik Farbe bekennen, sagt Prof. James D. Bindenagel, Henry-Kissinger Professor an der Universität Bonn. Kissinger habe immer Vertrauen als Basis zur Aufrechterhaltung einer Weltordnung definiert. Trump müsse nun Vertrauen schaffen, indem er Außen- und Innenpolitik in Einklang bringt. „Wenn Trump versteht, welche Bedeutung ein offenes Handelssystem für die amerikanischen Unternehmen hat, wird er vielleicht seine protektionistische Einstellung ändern“, hofft Bindenagel.

Der US-Experte verweist zudem auf das System der Checks and Balances, also wechselseitiger Kontrollmechanismen, in den USA. „Der Kongress hat großen Einfluss auf die Politikgestaltung.“ Zwar könne Trump durch die Besetzung wichtiger Posten zum Beispiel im Obersten Gerichtshof, dem Supreme Court, das Gewicht zu seinen Gunsten verschieben. Andererseits müssen die Republikaner in Kongress und Senat nicht unbedingt auf seiner Linie liegen. Sie können durchaus eigene Akzente setzen. Auch dies gehöre zu den Checks and Balances.

Die transatlantischen Beziehungen hätten auch im 21. Jahrhundert eine zentrale Bedeutung für den Erhalt von Frieden und Wohlstand, ist Bindenagel überzeugt. In Europa komme nun Deutschland eine besondere Rolle zu, sagt der Experte. Er begrüßt die Formulierung, die die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in ihrem Angebot an Trump für eine enge Partnerschaft wählte. Deutschland und Amerika seien durch Werte verbunden, auf deren Basis die Partnerschaft aufbauen könne, hatte Merkel ja gesagt. „Das sollte Trump annehmen“, empfiehlt Bindenagel.


Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert – Deutschlands internationale Verantwortung

cover-bpbUnser Sammelband „Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert – Deutschlands internationale Verantwortung“ ist jetzt auch als Printausgabe bei der Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich. In der Publikation zeichnen renommierte Sicherheitsexperten aus dem In- und Ausland ein Panorama der internationalen Sicherheitsherausforderungen und zeigen gleichzeitig strategische Ansätze auf, wie man ihnen effektiv gegenübertreten kann.

Terrorismus, Flüchtlingsströme, Ressourcen- und Verteilungskonflikte sowie die Informationstechnologie bergen weit größere Gefahren für unsere Sicherheit als dies im öffentlichen Bewusstsein bisher verankert ist. Die sicherheitspolitische Debatte in der Bundesrepublik hinkt den globalen Entwicklungen dramatisch hinterher. Vor diesem Hintergrund möchte der Sammelband einen Beitrag dazu leisten, einen angemessenen Sicherheitsbegriff für das 21. Jahrhundert zu definieren, der auch Aspekte wie Entwicklungsförderung, Rechtsstaatlichkeit, Good Governance und den gesicherten Zugang zu Ressourcen mit einbezieht. Zu diesem Zweck hat das CISG einen neuen Sammelband mit dem Titel „Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert – Deutschlands internationale Verantwortung“ veröffentlicht. In der Publikation zeichnen renommierte Sicherheitsexperten aus dem In- und Ausland ein Panorama der internationalen Sicherheitsherausforderungen und zeigen gleichzeitig strategische Ansätze auf, wie man ihnen effektiv gegenübertreten kann.

Um die Printausgabe zu bestellen, klicken Sie auf das Cover oder besuchen Sie die Homepage der bpb.


 Veröffentlichung Tätigkeitsbericht 2015/16

Auf der Münchener Sicherheitskonferenz forderte Bundespräsident Joachim Gauck die deutschen Universitäten dazu auf, einen verstärkten Beitrag zur sicherheitspolitischen Debatte in Deutschland zu leisten. Auch um diesem Ruf zu folgen, wurden 2014 die Henry-Kissinger-Professur und das CISG eingerichtet.

Seitdem haben wir viel erreicht – von Diskussionsveranstaltungen und Kolloquien mit hochrangigen Persönlichkeiten wie bspw. dem ägyptischen Großmufti, Dr. Shawki Allam, und angesehenen Experten wie z.B. Prof. Dr. Wolfgang Ischinger über unsere Commentary Papers zu aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen wie bspw. der Bedrohung durch den IS bis hin zur Veröffentlichung unseres Sammelbandes „Internationale Sicherheit im 21. Jahrundert – Deutschlands internationale Verantwortung“. Damit verfolgt das CISG mit großen Schritten sein Ziel, die sicherheitspolitische Debatte innerhalb der Wissenschaft wie auch darüber hinaus in ganz Deutschland anzuregen und aktiv mitzugestalten.

-Tätigkeitsbericht 2015/2016-

-Cover Note von Prof. James D. Bindenagel-